Die Festtafel des Häuptlings

Am Tisch des Häuptlings wurden viele wichtige Entscheidungen getroffen. Die Teilnahme an einem Festmahl in der Halle verlieh Ansehen und gesellschaftliches Prestige. Zahlreiche Funde aus der Eisenzeit zeigen, dass Geschirr und Trinkgefäße deutliche Statussymbole waren. Verzierte Tongefäße zum Servieren von Speisen, kostbares importiertes Trinkgeschirr sowie Speisen und Getränke gehörten zu den beliebtesten Grabbeigaben der Eisenzeit. Dies verdeutlicht, welche große Bedeutung das Festmahl des Häuptlings hatte.
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Trinkrituale waren symbolische soziale und politische Handlungen zwischen dem Häuptling und anderen hochrangigen Persönlichkeiten. Die Kanne auf dem Tisch ist nach einem lokalen Fund rekonstruiert. Sie besitzt eine besondere Form, bei der die Flüssigkeit durch das fließt, was zunächst wie der Henkel aussieht. So wird das Getränk in einem eleganten Strahl ausgeschenkt. Solche Kannen dienten häufig zum Ausschenken von Met – einem vornehmen alkoholischen Getränk aus Honig. Honig war ein kostbares Importgut, und am Tisch des Häuptlings hier in Veien Met eingeschenkt zu bekommen, war sicherlich eine große Ehre.
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Gegenstände aus Glas waren Importwaren aus weiter südlich gelegenen Regionen Europas. Römische Trinkgläser und anderes Trinkgeschirr wurden gelegentlich als Grabbeigaben hochrangiger Personen mitgegeben, beispielsweise im Grabhügel von Sætrang in Haug aus der römischen Kaiserzeit. Solches Geschirr unterstrich den hohen Status und den großen Einfluss eines Häuptlings.
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Nicht nur die Halle des Häuptlings und die Grabbeigaben zeugen von großen Festgelagen in der Eisenzeit in Veien. Rund um das Langhaus wurden außerdem zahlreiche Kochgruben entdeckt. Diese sind Überreste der Zubereitung großer Mahlzeiten für Feste und Feierlichkeiten in der Halle des Häuptlings, an denen viele Menschen teilnahmen.